Im Rahmen einer kostenfreien, deutschsprachigen Online-Vortragsreihe boten neun deutsche Universitäten und Forschungsinstitute aus Köln, Berlin, Hannover, Regensburg, Göttingen, Mainz, Düsseldorf und Dresden ein abwechslungsreiches Programm speziell für Fachkräfte aus der Versuchstierhaltung. Über fünf Tage hinweg konnten sich Teilnehmende ortsunabhängig informieren, austauschen und weiterbilden.
Tierwohl, 3R und berufliche Praxis im Fokus
Die Woche spannte einen breiten thematischen Bogen – von aktuellen Entwicklungen in Ausbildung und beruflichen Rahmenbedingungen über psychische Belastungen und Motivation im Arbeitsalltag bis hin zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen rund um Schmerzempfinden, Environmental Enrichment und artgerechte Haltung.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem 3R-Prinzip (Replace, Reduce, Refine). Innovative Ansätze wie der Einsatz von 3D-Druck als Alternativmethode zeigten eindrucksvoll, wie technische Entwicklungen dazu beitragen können, Tierversuche zu ersetzen. Damit wurde deutlich: Tierpfleger:innen sind nicht nur Ausführende, sondern aktive Mitgestaltende von Tierwohl und Refinement.
Austausch, Anerkennung und gemeinsame Verantwortung
Neben der Wissensvermittlung stand vor allem die Anerkennung der täglichen Arbeit im Vordergrund. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen und sich über institutionsübergreifende Herausforderungen auszutauschen.
„Im Namen des ganzen Organisationsteams kann ich sagen, dass wir uns über den großen Anklang der deutschlandweiten TechWeek 2026 sehr gefreut haben. Die Woche war gefüllt mit interessanten und abwechslungsreichen Vorträgen, die (online) gemeinsam diskutiert wurden. Besonders positiv hervorheben möchten wir die von vielen Leitungen ermöglichte Gelegenheit, die Sessions gemeinsam zu verfolgen, wodurch der Austausch gefördert und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden konnte.“, berichtet Lena Kistermann, Mitorganisatorin der Woche und Koordinatorin des 3R-Kompetenznetzwerks NRW an der RWTH Aachen.
Dank an alle Beteiligten
Die International Laboratory Animal Technician Week 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig Vernetzung, Weiterbildung und Wertschätzung für eine verantwortungsvolle tierexperimentelle Forschung sind.
Unser besonderer Dank gilt den teilnehmenden Universitäten und Instituten, allen Referent:innen und Organisator:innen sowie ganz besonders den Versuchstiertechniker:innen und Tierpfleger:innen selbst. Ihr tägliches Engagement ist die Grundlage für Tierwohl, wissenschaftliche Qualität und Vertrauen in die Forschung.