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Veranstaltung findet in deutsch, online über Zoom statt.
Kenncode: 654768
Die Veranstaltung wird als Fortbildung gemäß §3 TierSchVersV anerkannt.

Modalität: Online

Wie können innovative, tierfreie Methoden die Entwicklung von Modellen und Materialien neu gestalten? Welche neuen Technologien verändern aktuell die biomedizinische Forschung? 

Drei kurze Impulsvorträge geben Einblicke in cutting-edge Ansätze und zeigen, wohin sich das Feld entwickelt. Im Anschluss laden wir zu einer offenen Diskussionsrunde ein, um Chancen, Herausforderungen und Perspektiven gemeinsam zu beleuchten.

Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit uns die Zukunft moderner, tierfreier Forschung.

Referenten

Portraitbild s/w

Prof. Dr. Jens Kurreck

Geschäftsführender Direktor

Institut für Biotechnologie
Technische Universität Berlin

Portraitbild s/w

Dr. Philipp Rolzhäuser

Wissenschaftlicher Mitarbeiter / Tierarzt

Institut für Lebensmittelhygiene
Universität Leipzig

Porträt-Foto von Matthias Marks

Dr. Matthias Marks

PostDoc Forscher

Transgenic Facility/IZKF
RWTH Aachen

Porträt Foto von René Tolba

Prof. Dr. René Tolba

Direktor

Institut für Versuchstierkunde sowie Zentrallaboratorium für Versuchstiere
RWTH Aachen

Programmablauf

13:00 – 13:15 Uhr Anna-Lena Fricke, Christina Böhm, Michael To Vinh

Begrüßung und Einführung

13:15 - 13:40 Uhr  Jens Kurreck

Xeno-freien Biomedizin: Von biogedruckten tierfreien Organmodellen zur Implementierung in die Lehre

13:40 – 14:05 Uhr Philipp Rolzhäuser

Fetales Kälberserum und die Schlachtung trächtiger Tiere

14:05 – 14:30 Uhr  Matthias Marks

Alternativen zum Ersatz von FCS in muriner ES-Zellkultur – humanes Thrombozytenlysat

14:30 – 15:00 Uhr Jens Kurreck, Philipp Rolzhäuser, Matthias Marks, René Tolba

Podiumsdiskussionrunde 

 

Vorträge

Xeno-freien Biomedizin: Von biogedruckten tierfreien Organmodellen zur Implementierung in die Lehre

Jens Kurreck, Institut für Biotechnologie, TU Berlin

Bioprinting besitzt ein großes Potenzial zur Entwicklung physiologisch relevanter Organmodelle, die Tierversuche ersetzen können. Kürzlich haben wir ein xeno-freies Lebermodell entwickelt, das in der Lage ist, die Hepatotoxizität ausgewählter Testsubstanzen mit hoher Präzision vorherzusagen. Zur Verbreitung tierfreier Forschungsansätze wurde zudem ein FBS-freier Laborkurs konzipiert, der sich auch mit Alternativen zu weiteren tierischen Komponenten befasst, die in der biomedizinischen Forschung weit verbreitet sind.

 

Fetales Kälberserum und die Schlachtung trächtiger Tiere

Philipp Rolzhäuser, Institut für Lebensmittelhygiene Universität Leipzig

Die Gewinnung von Fetalem Kälberserum (FKS) setzt die Schlachtung trächtiger Rinder voraus – außerhalb Deutschlands. Doch auch in Deutschland werden trächtige Tiere geschlachtet. Wie häufig kommt dies vor? Welche tierschutzethischen Fragestellungen sind damit verbunden? Was geschieht mit den Feten oder Neugeborenen im Schlachtprozess? Und welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus für die Gewinnung und Nutzung von Fetalem Kälberserum ableiten?

 

Alternativen zum Ersatz von FCS in muriner ES-Zellkultur – humanes Thrombozytenlysat

Matthias Marks, Transgenic Facility/IZKF (UKA), RWTH Aachen, RWTH Aachen

Fötales Kälberserum (FCS) wird in der Kultur von embryonalen Stammzellen der Maus (mESC) häufig verwendet, da es Wachstumsfaktoren und Nährstoffe liefert; seine komplexe, von Charge zu Charge variierende Zusammensetzung ist jedoch eine Hauptursache für eine schlechte Reproduzierbarkeit und unerwartete Veränderungen in der Expression von Pluripotenzmarkern. Darüber hinaus wirft die Gewinnung von FCS ethische Bedenken auf und birgt ein Kontaminationsrisiko. Folglich ist die Etablierung serumfreier oder chemisch definierter Alternativen für ein zukunftssicheres und ethisch verantwortungsvolles mESC-Kultursystem unerlässlich.